
Wissenswertes
Was sollten Sie über Dermatom wissen?
Ein Dermatom ist ein bestimmter Hautbereich, der von einem einzelnen Rückenmarksnerven versorgt wird. Das bedeutet: Jede Nervenwurzel, die aus der Wirbelsäule austritt, ist für das Empfinden (Berührung, Schmerz, Temperatur) in einem ganz bestimmten Hautareal zuständig.
Man kann sich das vorstellen wie eine Landkarte auf der Haut. Der Körper ist in Zonen eingeteilt, und jede Zone steht in Verbindung mit einem bestimmten Nervensegment der Wirbelsäule (zum Beispiel Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule).
Wenn ein Nerv gereizt, eingeengt oder entzündet ist – etwa durch einen Bandscheibenvorfall, Verspannungen oder Entzündungen – können Beschwerden genau in dem zugehörigen Dermatom auftreten. Typisch sind:
- Schmerzen
- Kribbeln
- Taubheitsgefühle
- Brennen oder Kälte-/Wärmeempfinden
Diese Empfindungen treten oft nicht direkt an der Wirbelsäule, sondern weiter entfernt auf der Haut auf, zum Beispiel im Arm, am Brustkorb oder im Bein. Das erklärt, warum Rückenschäden manchmal Schmerzen im Bein oder Arm verursachen.
Für die Physiotherapie und Medizin sind Dermatome sehr wichtig, weil sie helfen, die Ursache von Schmerzen besser einzugrenzen. Anhand des betroffenen Hautareals kann man Rückschlüsse darauf ziehen, welcher Nerv oder welches Wirbelsäulensegment beteiligt ist.
Kurz gesagt:
Ein Dermatom zeigt, wo auf der Haut ein bestimmter Nerv wirkt – und hilft zu verstehen, warum Schmerzen oder Missempfindungen oft an ganz anderen Stellen spürbar sind als dort, wo das eigentliche Problem liegt.
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